Sommerzeit ist Sonnenzeit: Warum ein guter Sonnenschutz wichtig ist

Mutter kremt ihre Tochter mit Sonnencreme im Gesicht ein.

© Rido AdobeStock 492004891

Mit dem Sommer verbinden wir so einiges: lange Tage, laue Nächte und ausgiebige Aufenthalte im Freien. Was gibt es schließlich Schöneres, als den ganzen Tag draußen zu verbringen und die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren? Unser Vitamin-D-Haushalt wird es uns jedenfalls danken.

Tatsächlich kann zu viel Sonne aber auch negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Bei einem Sonnenbrand reagieren wir nicht nur äußerlich mit Rötungen oder Schmerzen, sondern schaden unserer Haut nachhaltig. Spätfolgen können unter anderem die Entstehung von Hautkrebs sein. Der richtige Sonnenschutz ist daher sehr wichtig.

Was macht UV-Strahlung mit unserer Haut?

Das Sonnenlicht setzt sich hauptsächlich aus UV-Strahlung (ultravioletter Strahlung) zusammen, die aus langwelligen UVA-Strahlen und kurzwelligen UVB- und UVC-Strahlen besteht. Ein Großteil dieser Strahlen wird von der Ozonschicht abgeschirmt, jedoch erreicht uns die UVA-Strahlung (95 %) und ein Teil der UVB-Strahlung (5 %) und dringt in unsere Haut ein:

  • UVA-Strahlung transportiert das tiefer liegende Melanin nach außen und sorgt für eine kurz anhaltende Bräune. Sind wir zu lang in der Sonne, trocknen UVA-Strahlen unsere Haut aus und begünstigen durch eine Schädigung der Kollagenfasern die Zellalterung. Außerdem werden freie Radikale produziert, wodurch Zellen langfristig verändert werden können.
  • UVB-Strahlung ist hauptsächlich für das Verursachen von Sonnenbränden, Sonnenallergien und Hautkrebs verantwortlich.

Die Intensität der Sonnenstrahlen kann sowohl vom Aufenthaltsort variieren als beispielsweise auch von Jahres- und Tageszeit sowie vom Ozongehalt.
Besonders intensiv ist sie:

  • im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr
  • in der Nähe von Wasser, da ihre Wirkung durch das Reflektieren verstärkt wird
  • im Sand
  • auf den Bergen – speziell im Winter, da die Sonne vom Schnee reflektiert wird
  • nahe am Äquator

Gut zu wissen: Im Schatten reduziert sich die UV-Strahlung um 50 % oder mehr.

Eine Maßnahme, um sich bei längeren Aufenthalten im Freien bestmöglich vor UV-Strahlen zu schützen, ist das regelmäßige Auftragen von Sonnencreme. Um das optimale Produkt auszuwählen, sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) berücksichtigt werden. Dieser gibt vereinfacht gesagt die Wirksamkeit des Sonnenschutzmittels an. Er wird mit dem natürlichen Sonnenschutz der Haut (in Minuten) multipliziert und bestimmt so die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Folgende Typen kann man diesbezüglich unterscheiden:
Kinderhaut:
_ natürlicher Sonnenschutz ca. 5 Minuten

Personen mit sehr heller Haut/Sommersprossen/roten Haaren:
_ natürlicher Sonnenschutz ca. 5 bis 10 Minuten

Personen mit sehr heller Haut/Sommersprossen/blonden Haaren:
_ natürlicher Sonnenschutz ca. 20 bis 30 Minuten

Personen mit dunkler Haut/dunklen Haaren:
_ natürlicher Sonnenschutz ca. 30 bis 40 Minuten

Wichtig zu beachten: Das Sonnenschutzmittel sollte idealerweise schon 30 Minuten vor dem Sonnenbad bzw. vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. In einem Abstand von zwei Stunden muss dann regelmäßig nachgecremt werden, besonders nach jedem Schwimmen, Abtrocknen oder Schwitzen.

Wichtige Tipps für den Sonnenschutz

Besonders im Sommer ist die Intensität der Sonne besonders stark und verlangt einen guten Schutz, um Sonnenbrände und Hautschäden zu vermeiden. Sonnenschutzmittel allein reicht dann oft nicht aus – andere Maßnahmen müssen zusätzlich berücksichtigt werden:

  • Sonnenpausen im Schatten einlegen
  • die pralle Mittagssonne meiden
  • Kopf und Augen schützen
  • Kleidung mit UV-Schutzfaktor tragen
  • Sonnenschutz im Auto nicht vergessen
  • beim Kauf des Sonnenschutzmittels auf UVA- und UVB-Schutz achten

Nach einem längeren Aufenthalt in der Sonne braucht die Haut Pflege. Selbst wenn wir regelmäßig gecremt, des Öfteren Sonnenpausen eingelegt und Kleidung getragen haben – die Haut hat dennoch einiges zu tun. Umso wichtiger ist es nach dem Sonnenbaden eine feuchtigkeitsspendende Pflege aufzutragen, um die Haut bestmöglich vor Austrocknung zu schützen. Mit diesen Tipps können Sie ihren Aufenthalt in der Sonne ohne Sorgen genießen.

Sind Sie vielleicht noch auf der Suche nach dem passenden Sonnenschutzmittel oder haben Sie Fragen zu Ihrem Hauttyp und dem richtigen Lichtschutzfaktor? Kommen Sie gerne zu uns in die Apotheke. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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