Was ist der Zusammenhang zwischen Diabetes und Lebererkrankungen?

Frau fasst sich an den Bauch

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Die Leber ist das wichtigste Organ des menschlichen Stoffwechsels. Sie ermöglicht dem Körper die Aufnahme von Nährstoffen und entfernt giftige Substanzen aus dem Blut. Stoffwechselstörungen wie Diabetes können die Leber schädigen. Bei Patienten mit Diabetes treten häufiger Lebererkrankungen auf, und bei Patienten mit Lebererkrankungen ist die Prävalenz von Diabetes erhöht. Ein veränderter Stoffwechsel, Wechselwirkungen mit Arzneimitteln und Lebertoxizität können die Behandlung von Patienten mit einer diabetesbedingten Lebererkrankung erschweren. Glücklicherweise gibt es Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Risiko für eine Lebererkrankung bei Diabetes zu senken. Lesen Sie weiter, um mehr über Lebererkrankungen bei Diabetes zu erfahren und wie Sie Ihr Risiko verringern können.

Zusammenhang zwischen Diabetes und Lebererkrankung

Diabetes ist eine Gruppe von Krankheiten, die entweder auftreten, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert. Insulin ist das Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Eine andere Ursache ist der Umstand, dass der Körper das produzierte Insulin nicht effektiv nutzen kann. Dies kann zu einem Zustand führen, der als Hyperglykämie oder hoher Blutzucker bekannt ist. Unkontrolliert kann ein anhaltend hoher Blutzuckerspiegel Nerven, Blutgefäße, Gewebe und Organe im ganzen Körper schädigen. Die Leber ist eines der Organe, die für diese Auswirkungen anfällig sind.

Wie reagiert die Leber?

Im Laufe der Zeit kann die Leber so geschädigt werden, dass sie nicht mehr in der Lage ist, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern oder einen gesunden Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten, was zu einer chronischen Lebererkrankung führt. Die Schäden an der Leber sind weitgehend irreversibel. Wenn Ihr Diabetes nicht gut eingestellt ist, kann dies auch Ihr Risiko für andere Lebererkrankungen wie die nichtalkoholische Fettlebererkrankung erhöhen. Diese Krankheit tritt auf, wenn sich Fett in der Leber ansammelt und die Funktionsweise der Leber beeinträchtigt.

Was sind die Anzeichen einer Fettlebererkrankung?

Da die Leber keine Nervenzellen besitzt, verspüren Patienten mit einer Fettlebererkrankung oder Fettleberentzündung in der Regel keine Schmerzen. Dennoch können die folgenden Symptome Anzeichen für eine Fettlebererkrankung sein:

  • anhaltende Müdigkeit und Antriebslosigkeit,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Druckgefühl im Oberbauch,
  • häufiges Völlegefühl,
  • Beschwerden beim Liegen auf der rechten Seite,
  • dunkler Urin,
  • heller Stuhlgang.

Tipps für eine gute Lebergesundheit

Wenn Sie mit Typ-2-Diabetes leben, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Ihre Leber zu schützen. Alle diese Maßnahmen sind Teil einer gesunden Lebensweise. Sie können auch dazu beitragen, Ihr Risiko für einige andere Komplikationen des Typ-2-Diabetes zu senken.

Ein gesundes Gewicht

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes sind übergewichtig oder leiden an Fettleibigkeit. Dies kann ein Faktor sein, der zur Fettlebererkrankung beiträgt. Außerdem erhöht sich dadurch das Risiko für Leberkrebs. Eine Gewichtsabnahme kann eine wichtige Rolle bei der Verringerung des Leberfetts und des Risikos einer Lebererkrankung spielen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über gesunde Wege zur Gewichtsabnahme.

Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker

Eine weitere Möglichkeit, sich gegen eine Fettlebererkrankung zu schützen, besteht darin, gemeinsam mit Ihrem Arzt den Blutzucker zu überwachen und zu kontrollieren. Um Ihren Blutzucker in den Griff zu bekommen, kann es hilfreich sein:

  • ballaststoffreiche Lebensmittel und gesunde Kohlenhydrate in Ihre Ernährung aufzunehmen,
  • in regelmäßigen Abständen zu essen,
  • nur so viel zu essen, bis Sie satt sind,
  • sich regelmäßig zu bewegen.

Es ist auch wichtig, dass Sie alle Medikamente einnehmen, die Ihnen Ihr Arzt zur Kontrolle Ihres Blutzuckers verschreibt. Ihr Arzt wird Ihnen auch mitteilen, wie oft Ihr Blutzucker gemessen werden sollte.

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen

Um Ihren Typ-2-Diabetes in den Griff zu bekommen und Ihr Risiko für Lebererkrankungen und andere Komplikationen zu senken, kann Ihr Arzt Ihnen raten, Ihre Ernährung umzustellen. Er kann Sie zum Beispiel auffordern, fett-, zucker- und salzhaltige Lebensmittel einzuschränken.
Außerdem ist es wichtig, eine große Vielfalt an nährstoff- und ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen.

Regelmäßig Sport treiben

Regelmäßige Bewegung hilft, Triglyceride als Brennstoff zu verbrauchen, wodurch auch Leberfett abgebaut werden kann. Versuchen Sie, sich an 5 Tagen pro Woche mindestens 30 Minuten lang mit mäßiger Intensität sportlich zu betätigen.

Senken Sie hohen Blutdruck

Regelmäßiger Sport und eine gesunde Ernährung können helfen, Bluthochdruck zu verhindern und zu senken. Menschen können Bluthochdruck auch senken, indem sie:

  • die Natriumzufuhr in der Ernährung reduzieren,
  • mit dem Rauchen aufhören,
  • weniger Koffein zu sich nehmen.

Alkoholkonsum einschränken

Übermäßiger Alkoholkonsum kann viele gesundheitliche Probleme verursachen. Vor allem in Bezug auf die Leber kann Alkohol die Leberzellen schädigen oder zerstören.
Mäßiger Alkoholkonsum oder der Verzicht auf Alkohol beugt dem vor.

Vorsorge lautet die Devise

Eine der Herausforderungen bei Diabetes und chronischen Lebererkrankungen besteht darin, dass beide häufig asymptomatisch (ohne Symptome) verlaufen, insbesondere in den frühen Stadien. Daher ist es wichtig, die frühen Anzeichen einer Lebererkrankung zu erkennen und sie sofort Ihrem Arzt zu melden, damit Sie sich behandeln lassen und langfristige gesundheitliche Komplikationen vermeiden können.

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